WordPress Installieren: 1-Click, FTP oder Lokal auf dem Rechner

WordPress Installieren: 1-Click, FTP oder Lokal auf dem Rechner

In diesem Tutorial werde ich dir die 3 gängigsten Methoden erklären, wie du WordPress installieren kannst. Außerdem verliere ich einige Worte zum Thema deutsches WordPress Hosting. Wenn du Fragen oder Anregungen hast, dann hinterlasse einen Kommentar und ich helfe dir gerne weiter. Damit du nicht so lange suchen musst, kannst du über die folgenden Links direkt zu den für dich relevanten Teils dieser WordPress Anleitung kommen.

WordPress Hosting

WordPress mit 1-Click Script Installieren

WordPress per FTP Installieren

WordPress Lokal installieren

VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE WORDPRESS INSTALLATION

Bevor du WordPress installieren kannst, musst du eine Domain registriert und einen guten Webhoster haben. Ich habe schon auf vielen deutschen Webhostern WordPress Seiten installiert und gewartet. Inzwischen befinden sich meine Seiten auf einem privaten Server. Bevor du deine WordPress Seite installierst, solltest du dir einige Gedanken um deinen Web-Hoster machen.

Worauf solltest du achten?

Im allgemeinen kann man sich seinen Web-Hoster/Server als sein Ladenlokal im Internet vorstellen. Wenn man mehr bezahlt, dann bekommt man in der Regel auch mehr Ladenlokal. Es kommt auf deine Seite an, ob du einen Server in der Größe eines Kiosk oder einer Saturn-Filiale brauchst. Dein Server sollte folgende Qualifikation erfüllen:

Schnelle Server-Reaktionszeiten. Schnelle Server sind nicht nur wichtig für deine Google-Rankings, sondern auch für deine Benutzerfreundlichkeit. Langsame Seiten führen zu höheren Absprungraten und weniger Seiten-Interaktion.

SSD-Festplatten. Deine Daten sollten auf schnellen SSD-Festplatten gespeichert werden, damit die Datenverteilung nicht durch die Server-Hardware gebremst wird. Leider bekommt man diese selten in Shared-Hosting Plänen.

Kundenservice. Ein guter Kundenservice ist nicht zu unterschätzen. Immer mal wieder läuft etwas schief und wie schnell oder ob überhaupt ein Problem gelöst werden kann, hängt maßgeblich vom Kundenservice des jeweiligen Webhosters ab. In manchen Fällen ist der Support absolut unterirdisch.

Shared-Hosting vs. Dedicated Server.

  • Shared-Hosting (ab ca. 5€/Monat): Die meisten günstigen Einsteigertarife sind sog. Shared-Hosting Pläne. Das heißt, dass man sich mit anderen Kunden einen Server teilt. Dies ist für den Anfang in den meisten Fällen völlig ausreichend, obwohl sie deutlich langsamer und unflexibler als ein eigener Server sind.
  • Dedicated-Server (ab ca. 50€/Monat): Man kann sich bei allen Webhostern auch einen eigenen Server mieten. Diese sind sehr viel schneller als ein Shared-Hosting jemals sein kann, denn deine Ressourcen, wie CPU, RAM und Festplatten stehen dir zu 100% Verfügung. Insbesondere zu Zeiten mit einem hohen Traffic (Wochenende/Feierabend) kommen Shared-Hosting-Pläne schnell an ihre Grenzen.

Was ist das Richtige WordPress Hosting für Dich?

Als Faustformel kannst du dir merken: Sobald du eine Seite betreibst, die regelmäßig genügend Geld abwirft, um einen dedizierten Server zu mieten, solltest du das auch tun. Schnellere Server führen zu kürzeren Ladezeiten. Kürzere Ladezeiten führen zu einem besseren Benutzererlebnis deiner Besucher und zu besseren Google-Rankings (Einer von Googles-Ranking Faktoren ist die Ladezeit deiner Webseite). Ein besseres Benutzererlebnis und bessere Rankings führen zu mehr Besuchern. Und das ist das Ziel, oder?

Ich habe in den letzten zehn Jahren Seiten auf fast allen größeren deutschen Webhostern betrieben. Es gibt viele undurchsichtige Testberichte und viel Schwafelei, um den richtigen Webhoster. In Deutschland gibt es eigentlich nur drei ernst zunehmende Hoster: allinkl.com, 1&1 und Strato. Diese betreiben eigene Server und sind keine sog. Reseller, d.H. Fake-Hoster, die Hosting-Accounts von anderen Firmen unter einer eigenen Marke vertreiben.

Im allgemeinen kann man sagen, dass sobald man auf einen dedizierten Server umsteigt, sich die meisten großen Anbieter in Sachen Geschwindigkeit nicht viel nehmen.

Ich möchte allerdings einige Worte zu den Shared-Hosting Plänen verlieren.

1&1

Der 1&1 Kundensupport ist Teil der Service-Wüste Deutschland. Lange Wartezeiten und häufig inkompetente Ansprechpartner. Zwei mal hatte ich deinen kompetenten Ansprechpartner. Ansonsten hatte ich nach langen Wartezeiten eher ernüchternde Erlebnisse. Undurchsichtige Anzahl von Benutzter auf einem Shared-Hosting Plan. Die Server schwächeln in Traffic-Stoßzeiten.

Strato?

Wenn 1&1 in der Service-Wüste liegt, dann liegt Strato in der Service-Hölle. Ich hatte es noch nie mit einem schlechteren Kundensupport zu tun. Auch die Geschwindigkeit lässt zu wünschen übrig. Ich sollte für einen Kunden einmal eine Webseite von ihrem Shop-System Hosting zu einem regulären Account umziehen. Der Kunde wollte seine E-Mails behalten, die in der Strato eigenen SAAS Platform lagen. Der Kundensupport wollte mir doch tatsächlich weismachen, das es technisch nicht möglich ist die E-Mails umzuziehen. Wenn man diese nicht manuell auf seinem Rechner abspeichern würde, dann würden sie bei einem Umzug verloren gehen. Hallo? Das ist eine Frage von wenigen Klicks für jeden kompetenten Server Admin. Bloß die Finger weglassen.

All-inkl.com

Ich empfehle allinkl.com, denn dieser Hoster hat einen sehr kompetenten Kundensupport und schnelle deutsche Server. Außerdem kannst du in den Shared-Hosting Plänen sehen, mit wievielen Menschen du dir einen Server teilst. Die Preise sind auch Fair.

Allinkl.com richtet sich an semi-professionelle User und ist mehrfach ausgezeichnet. Das Backend ist etwas altmodisch, aber funktional. Ich war zufriedener Kunde, bevor ich auf einen privaten Server umgestiegen bin. Im Zweifelsfall einfach mal all-inkl.com Testberichte googeln.

Achtung: Finger weg von allen Hostern, die keine Server in Deutschland betreiben, das führt z.T. zu einer erheblichen Verlangsamung deiner Page.

Natürlich gilt das nur, wenn du primär Menschen in Deutschland erreichen willst. Wenn dies nicht der Fall ist, dann Suche dir einen Webhoster mit einem Server-Standort in dem Land deiner Besucher.

WORDPRESS INSTALLIEREN VIA INSTALLATIONS-SKRIPT

Viele Webhoster haben sog. 1-Click Skripte, die WordPress automatisch auf deiner Seite installieren. Das ist bequem und hat keine Nachteile gegenüber einer manuellen WordPress Installation. Wenn dein Webhoster dies anbietet, dann solltest du diese Funktion nutzen. Auch wenn die 1-Click Skripte immer mehr als einen Click brauchen, um WordPress installieren zu können, geht es sehr schnell.

Ich benutze einen Test-Account von all-inkl.com mit dem man wie folgt WordPress installieren kann.

Die 1-Click Skript Installationen von WordPress unterschieden sich zwar im Aussehen, folgen aber meistens sehr ähnlichen Schritten und sind weitgehend selbsterklärend. Du solltest eigentlich keine Schwierigkeiten haben, WordPress auf diese Weise zu installieren.

EXKLUSIVER ZUGANG

ZU ANLEITUNGEN, FALLSTUDIEN UND BEST-PRACTICES
(KOSTENLOS)

WORDPRESS INSTALLIEREN VIA FTP

Man kann WordPress auch manuell installieren und diese Installation wurde bekannt unter dem Namen „5-minute install“. Nachdem man etwas Routine bekommen hat, kann man WordPress durchaus in weniger als 5 Minuten installieren, aber wenn man es das erste Mal macht, dann dauert es etwas länger. Wenn man die richtige Anleitung hat, dann können selbst Technik-Laien die WordPress Installation von Hand vornehmen.

Du solltest dir als erstes eine FTP-Software herunterladen, damit du die WordPress Dateien auf deinen Webhoster laden kannst. Ich empfehle den populären und kostenlosen Open Source FTP-Clienten FileZilla (Windows/OSX/Linux).

Danach musst du die entpackten WordPress Dateien in das root-Verzeichnis deiner Domain hochladen. Das Verzeichnis heißt entweder /public_html/_ oder beinhaltet deinen Domain-Namen. Dies ist je nach Webhoster verschieden.

Wenn du deine WordPress Seite nicht unter deinerdomain.de erreichen willst, sondern z.B. unter deinerdomain.de/blog/, dann musst du in deinem Hauptverzeichnis nur einen Ordner „blog“ erstellen und die WordPress Dateien dort hochladen. Alle anderen Schritte bleiben gleich.

Danach musst du dir die aktuelle WordPress-Installation herunterladen, das Zip-File entpacken und die Dateien auf deinen Web-Server hochladen.

Als Erstes musst du dich mit deinen FTP Login Daten, die dir von deinem Webhoster bereitgestellt werden, auf deinem Server einloggen.

Als nächstes müssen wir eine MYSQL-Datenbank für deine WordPress Seite anlegen. Dies machst du im Backend deines Webhosters. Du solltest eine Datenbank nur für eine WordPress Installation benutzen und nicht für mehrere. Wenn du mehrere Seiten installierst, dann brauchst du für jede Seite eine individuelle Datenbank. Suche im Backend deines Webhoster den Menu-Punkt Datenbanken oder MYSQL und folge den Anweisungen, um eine Datenbank zu erstellen. Notiere dir den Namen der Datenbank, den Benutzer und das Passwort.

all-inkl-datenbank-anlegen

Nachdem du die Datenbank installiert hast und die WordPress Installation auf deinem Server hochgeladen wurde, musst du nur noch deinedomain.de oder deinedomain.de/blog/ in deinem Browser aufrufen. Dort erwartet dich folgendes Fenster.

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Im nächsten Fenster trägst du nun deine Datenbank Informationen ein. In 99% aller Fälle kannst du bei Datenbank-Host und Tabellen-Präfix, die Standart-Einstellungen benutzen. Solltest du eine Fehlermeldung erhalten, dass WordPress keine Verbindung zur Datenbank herstellen kann, dann hast du entweder deine Login-Daten falsch eingetragen oder dein Webhoster benutzt einen anderen Host als localhost. Wenn letzteres zutrifft, musst du dich an den Kundensupport wenden und nachfragen, welche die richtige Einstellung ist.

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Jetzt kannst du deine WordPress Seite installieren. Die automatische Installation schreibt die nötigen Werte in deine Datenbank und führt dich zum Abschluss zu folgendem Fenster.

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Nun musst du deine Login-Daten erstellen. Das meiste ist hier selbsterklärend. Du kannst festlegen, ob Suchmaschinen deine Seite indizieren sollen oder nicht. Wenn du dir nicht sicher bist, was du hier eintragen sollst, dann erlaube den Suchmaschinen deine Seite zu finden. Du kannst diese Einstellung auch noch nachträglich in deiner WordPress-Seite einstellen.

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Herzlichen Glückwunsch, jetzt hast du deine WordPress Seite installiert. Alles was du nun machen musst, ist deineseite.de/wp-admin/ oder deineseite.de/blog/wp-admin/ aufzurufen und dich mit deinen Login-Daten einzuloggen.

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Nachdem du dich angemeldet hast, solltest du im Backend deiner neuen WordPress Seite wiederfinden.

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WORDPRESS LOKAL INSTALLIEREN

WordPress kann man auch lokal auf seinem PC/Mac installieren. Dies bringt einige Vorteile mit sich. Man kann Veränderungen an seiner Seite testen, bevor man diese auf der Live-Seite im Internet macht. Man kann sehen, wie sich Plugins auf eine Seite auswirken und vor allem kann man Seiten viel schneller aufsetzen als im Internet.

Jeder der schon einige WordPress Seiten erstellt hat, der weiß, dass es sehr nervig sein kann, wenn man bei Veränderungen an einer Seite vornimmt, diese jedesmal neu laden muss, um die Veränderungen zu sehen. Dies sind zwar idR. nur einige wenige Sekunden Ladezeit, aber wenn man ein WordPress Projekt umsetzt, dann kann es sein, dass man Seiten hunderte Mal neuladen muss. Und das kann sich schnell summieren.

Bei einer lokalen WordPress Installation werden die Seiten direkt von deinem Rechner geladen und sind ohne Verzögerung da. Das kann den Workflow erheblich vereinfachen und beschleunigen. Ich persönlich setzte meine WordPress Projekte immer erst auf meinem Rechner auf, bevor ich die finale Version auf meine Server lade.

Als Erstes musst du dir das kostenlose Tool MAMP (PC/Mac) herunterladen, dass dir erlaubt einen Webserver auf deinem Rechner zu simulieren. Auf den ersten Blick kann das aufsetzen eines lokalen Servers auf einen Anfänger kompliziert wirken, aber mit unserer Anleitung fällt es dir hoffentlich leicht. Wenn irgendetwas unklar bleibt, dann hinterlasse einen Kommentar und ich helfe dir gerne weiter.

Nachdem du MAMP heruntergeladen und installiert hast, starte es. Du hast zwar eine 14-tägige kostenlose Version von MAMP Pro, dennoch werden wir das normale MAMP benutzen, die völlig ausreichend ist.

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Jetzt musst du deinen Apache, Nginx und MySql Port auf 80 bzw. 3306 setzen. Alles was du dafür tun musst, ist den Reiter Ports in den Einstellungen aufzurufen und danach auf Set Web & MySQL ports to 80 & 3006 klicken.

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Danach kannst du im Reiter Web Server festlegen, wo das Root-Verzeichnis deines Servers auf deiner Festplatte liegen soll. Das Standart Verzeichnis von MAMP ist der Unterordner htdocs im Hauptverzeichnis des Programs. In diesen Ordner kopierst du deine entpackte WordPress installation.

Jetzt kannst du deinen Server starten und die Startseite aufrufen. Um WordPress installieren zu können, benötigen wir eine MySQL Datenbank. Klicke auf der Startseite von MAMP auf phpMyAdmin und rufe die Datenbank-Verwaltung auf. Danach klickst du auf den Reiter Datenbanken und legst eine neue Datenbank an. Ich habe sie wp_datenbank genannt.

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Jetzt kannst du deinen Server starten und die Startseite aufrufen. Um WordPress installieren zu können, benötigen wir eine MySQL Datenbank. Klicke auf der Startseite von MAMP auf phpMyAdmin und rufe die Datenbank-Verwaltung auf. Danach klickst du auf den Reiter Datenbanken und legst eine neue Datenbank an. Ich habe sie wp_datenbank genannt.

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Trage jetzt in deine Browserzeile localhost (ohne http oder www) ein, um deine WordPress Installation aufzurufen. Dich erwartet der gleiche Bildschirm, wie in der Web-installation von WordPress.

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Um WordPress installieren zu können, musst du jetzt deine Datenbank Informationen eintragen. Trage im Reiter Datenbank Name deinen Datenbanknamen ein. In die Felder Benutzername und Passwort kannst du einfach root eintragen, denn bei einer lokalen Installation brauchen wir keine Passwortgeschützten Zugangsdaten.

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Erstelle jetzt noch deine WordPress Zugangsdaten und klicke auf WordPress installieren. Du hast jetzt deine WordPress Seite erfolgreich installiert und kannst dich jetzt auf dieser anmelden.

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Wenn du die Seite später auf deinen Webserver umziehen möchtest, dann empfehle ich dir das das kostenlose Plugin Duplicator. Mit diesem kannst du deine lokale Seite klonen und sie auf deinem Webserver installieren. Dies geht in der Regel viel schneller, als eine manuelle Migration.

Viel Spaß mit deiner WordPress-Seite. Wir freuen uns über Kommentare, Fragen oder Anregungen. Gerne helfe ich dir bei einem speziellen Problem weiter. Hinterlasse einfach einen Kommentar.